Interview mit AdKiMa

- Auszug -

Suchmaschinen-Optimierer und Online Vermarkter, Wasserburg.

In einer netten kleinen Kaffeerösterei, gleich gegenüber vom Wasserburger Rathaus, traf ich Adrian Gluchow (29 Jahre), gebürtiger Wasserburger und Kilian Orschau (26 Jahre), zwar im Rosenheimer Krankenhaus zur Welt gekommen, trotzdem tief in Wasserburg verwurzelt, zu meinem ersten Interview.

Leicht aufgeregt und in freudiger Erwartung saßen mir die beiden Jungunternehmer gegenüber, hungrig darauf mir ihr Wissen und ihr Leben zu erzählen.


Zum Aufwärmen gab es am Anfang ein paar

persönliche Fragen

Wasserburg

Adrian: Heimat

Kilian: Sehr schöne Kleinstadt

Freitagabend

Kilian: Tischtennis

Adrian (lacht): Wenn kein Tischtennis dann Ruhe.

Was bedeutet Euch Familie?

Kilian: Familie ist wichtig. Gibt einem Halt.

Adrian: Ja, Rückhalt hätte ich jetzt auch gesagt.

Essen

Adrian: Mmmmh…

Kilian: Essen ist wichtig. Da spreche ich für uns beide. Essen ist sehr wichtig. Gut und viel.

Adrian: Manchmal auch nur gut und manchmal auch nur viel.

Trinken

Adrian: Das ist Dein Job. (alle lachen)

Kilian: Also prinzipiell trinke ich sehr gerne Adelholzener Apfelschorle.

Adrian: Stimmt. Das kann ich bestätigen.

Kilian: Ich trinke eigentlich zu Hause schon seitzig Jahren nur Adelholzener Apfelschorle. Ist dieweltbeste Apfelsaftschorle. Trinke ich sehr, sehr gerne.

E10

Adrian: So ein Sch…! Das ist doch wieder eine Abzocke von irgendwelchen…

Kilian: Was mir am meisten auf den Keks geht ist, dass Dir das vor den Latz geknallt wird. Man hat es eigentlich gar nicht so richtig mitbekommen. Zackbum, irgendwo wird das beschlossen und da hast Du´s „Friss oder stirb“.

Adrian: Ich kann dazu nur sagen “Dieselfahrer”.

Kilian: Ja, ich leider nicht.

Typisch Bayerisch

Adrian: Oh Gott!

Kilian: Oktoberfest, Bier.

Adrian: Landschaft, Wirtschaft, Watten,

Kilian: Ja, Watten, ok. Schafkopfen, Schweinsbraten „Mmmhijammi“. Mit Oktoberfest habe ich allgemein Bierfeste gemeint. Nicht nur Oktoberfest, Frühlingsfest, wie´s dann immer so heißt.

Adrian: Bierfest ist in jedem Fall nicht bayerisch.

Kilian: Bierfest trifft es nicht aber Herbstfeste, Oktoberfeste, Frühlingsfest, Volksfest. Ja genau Volksfest!

Wir sind ein Arbeitsehepaar.

Wir sind…

Adrian: …super.

Kilian: …ein Arbeitsehepaar.

2010

Adrian: Anstrengend (Kilian nickt zustimmend) aber interessant. Vorbei! (lacht)

Wir suchen Mitarbeiter!

Wir suchen…

Kilian: Mitarbeiter!

Adrian: Den richtigen Mitarbeiter.

Was muss der Mitarbeiter (w/m) können? Was muss er mitbringen?

Adrian: Das ist echt schwierig zu sagen, weil es aus zwei Welten kommt. Also das eine ist dieses technisch angehauchte, also er muss nicht der perfekte Programmierer sein. Aber er sollte zumindest verstehen, um was es geht, vor allem im Internet. Technisch gesehen, und auf der anderen Seite sollte er auch den Marketing-Gedanken zumindest ansatzweise verinnerlichen können. Vor allem diese Kombination ist so ein bisschen divergent.

Es macht Spaß sich wo reinzuhängen, weil man weiß es ist für einen selbst.

Würdest du wieder zurückgehen als Angestellter?

Kilian: Wir haben uns letztens erst darüber unterhalten, dass ein Beamten-Job, also das krasse Gegenteil eigentlich, schon auch was hat. Dir kann, blöd gesagt, alles egal sein, musst dich um nichts kümmern, hast ein entspanntes Leben. Man ist nach oben hin natürlich begrenzt, also wir erobern die Welt geht nicht, aber dafür hat man einen sicheren, entspannten Job. Hat auch seine Vor- und Nachteile.

Wobei ich sagen muss, dass die Selbständigkeit schon Spaß macht. Es macht Spaß sich wo reinzuhängen, weil man weiß es ist für einen selbst.

Adrian: Wir haben uns deswegen darüber unterhalten, weil die Selbständigkeit den Vorteil hat, dass man nach oben hin viel machen kann, aber es ist auch immer ein Druck da, den du dir selbst machst. Aber er ist immer da.

Was findet ihr, sollten die Eigenschaften eines Selbständigen sein? Es sind ja ein paar andere Eigenschaften, als bei einem Angestellten.

Kilian: Sich gut verkaufen können und Disziplin.

Adrian: Eigeninitiative und das Problem ist, dass viele, vor allem wenn sie einen Angestellten haben und diese Eigenschaften mitbringen, erwarten, dass der Angestellte genauso arbeitet. Aber das ist seltenst so oder eigentlich nie. Weil er eben weiß, er kann sich zurücklehnen und es passiert nichts. Auch wenn er super engagiert ist, ist dieses “man kann sich zurücksetzen und es kann eigentlich nichts passieren” im Hinterkopf und bremst an der Stelle. Das ist ein ganz schwieriges Verhältnis.

Und wenn man Angestellter ist und dann selbständig wird, das ist ein großer Schritt. Auch wenn man geschäftlich vielleicht sogar ein sicheres Netz hat oder einen oder schon mehrere große Kunden mitnimmt, dieser Schritt ist einfach groß. Da braucht man einfach ein bisschen und das darf man nicht unterschätzen. Weil man auch viel kaputtmachen kann dadurch. Man fühlt es auch nicht so direkt was dann passiert, sondern das kommt ja erst mit der Zeit.

Und das ist auch bei uns so, dass wir uns an manchen Stellen auch selber an der eigenen Nase packen müssen. Manchmal sollte man auch viel mehr umsetzen an vielen Stellen. Aber zumindest das Bewusstsein ist schon mal da. Das ist, glaube ich, ganz wichtig.

Vorbilder

Adrian: Steve Jobs. Obwohl Vorbild vielleicht dann da das Falsche ist, sondern eher so ein bisschen beeindruckend an vielen Stellen.

Kilian: Er ist ein Freak!

Adrian: Ein Freak, ja. Es ist unglaublich. Also ich hab mir seine Biographie mal angetan. Ich finde es beeindruckend, viele Sachen sind nicht so, dass ich sie nachmachen wollen würde oder könnte, aber ich finde ihn eine Persönlichkeit.

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